RELOVED x Judith Verkuil
Judith Verkuil @judithverkuil
Stolze Mama von Liv (8) und Frida (4) @skatersisters020

Judith (41), stolze Mutter von Liv (8) und Frida (4), lebt mit ihren Töchtern und ihrem Mann in Amsterdam. Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Als Leiterin einer internationalen Frauenrechtsorganisation wird sie täglich mit den Folgen von Ungleichheit und der Klimakrise konfrontiert. „Die Grenzen unseres Planeten erreichen wir durch unser eigenes Konsumverhalten. In vielen Teilen der Welt ist der Klimawandel bereits das größte Problem. Auch in den Niederlanden wird er immer stärker spürbar sein und zu einer gigantischen Herausforderung für unsere Kinder werden. Das ist eine düstere Perspektive.“
Trotzdem gibt sie sich nicht damit zufrieden. „Das hilft doch nichts, oder? Wir leben so bewusst und nachhaltig wie möglich. Wir essen kein Fleisch und keinen Fisch, versuchen, keine Lebensmittel zu verschwenden und kaufen so viel Secondhand-Kleidung wie möglich. Wir empfinden das überhaupt nicht als Einschränkung. Vegetarisches Essen ist superlecker!“
Sie wohnen in der Altstadt und haben schon viele Freunde gesehen, die die Stadt verlassen haben, um mehr Ruhe und Frieden zu finden. Sie selbst haben das nicht vor. „Wir lieben die Stadt, den Trubel, die Energie.“ Sie wohnen in einer belebten Einkaufsstraße voller lokaler, kleiner Geschäfte. Judith: „Nichts ist schöner, als beim marokkanischen Gemüsehändler, beim Bäcker an der Straßenecke oder auf dem Noordermarkt einzukaufen. Ein bisschen plaudern, den persönlichen Kontakt genießen. Wir versuchen, die großen Supermärkte so weit wie möglich zu meiden.“
Die Wochenenden verbringen sie gerne in der Natur. Zum Beispiel bei Oma, die vor ein paar Jahren nach Drenthe gezogen ist und einen schönen Garten hat. Oder auf dem Campingplatz Bakkum, wo sie oft in den Dünen oder am Strand anzutreffen sind.
Für Judith ist Nachhaltigkeit eine Lebenseinstellung: „Ich bin so erzogen worden. Ich bin mit meiner Mutter in Utrecht aufgewachsen. Wir hatten kein Auto und fuhren alles mit dem Fahrrad und dem Zug. Sogar in den Urlaub.“ Sie hatten auch einen kleinen Gemüsegarten in der Nähe ihres Hauses und aßen so viel wie möglich aus dem eigenen Garten. „Grünkohl, Kartoffeln, Salat, Endivien, Tomaten, Karotten, Stachelbeeren, Brombeeren, Erdbeeren. Alles, was man sich vorstellen kann, alles auf ein paar Quadratmetern. Meine Mutter hat einen grünen Daumen. Mein Vater auch. Leider scheine ich ihn nicht geerbt zu haben. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen!“
Judith und ihr Mann legen großen Wert darauf, ihren Töchtern beizubringen, wie wichtig es ist, gut mit der Erde, Pflanzen und Tieren umzugehen. „Das ist nicht schwer, denn für Kinder ist das mehr als logisch.“ Sie versuchen auch, mit ihren Sachen sorgsam umzugehen und kaufen keinen Plastikmüll, der leicht kaputt geht, von großen Ketten. Stattdessen investieren sie in langlebige Dinge, die mit Respekt für Natur, Mensch und Tier hergestellt wurden. „Wir sind aber keine Selbstdarsteller, wir haben auch ziemlich viele Plastikbarbies (einige davon waren meine, also sind sie definitiv langlebig!).“ Sie versuchen einfach, so nachhaltig wie möglich zu leben und bewahren dabei eine entspannte Einstellung: „Wir sagen immer: Die schönsten Dinge gibt es umsonst! Wie Verstecken spielen im Wald oder Skateboarden im Zeeburgereiland, dem neuen Skatepark in Amsterdam, in dem die Mädchen so gerne Zeit verbringen.“
Fotografie von Helen Wenninger
Styling von Maartje Zeedijk